your thanks to me came without an apology.





(tracey emin;
"lächelnd sagte ich zu mir selbst: 'lieber gott, lieber gott, lass mich nie etwas anderes gebären als meine träume.'")

ich habe es so satt zu weinen. aber hab' ich mir ja auch schon hundertmal vorgenommen. nicht so sensibel zu sein, oder dramatisch. nicht immer alles zu analysieren und hypothesieren, sondern auf-sich-zukommen-lassen. alles, außer schlechte nachrichten mit guten begründungen.
und
come and hold my hand,
i wanna contact the living.
not sure i understand
this role i've been given.
(robbierobbierobbie, und alles kommt anders, als man denkt.)

aber dann:
menschen beim auswandern beobachten (im fernsehen); dieser typ aus deutschland in amerika, fremdsprachenresistent (vor allem gegen die englische).
er möchte sagen: "das ist nicht so mein fall!"
er sagt: "that is not so my fall!"
die vom fernsehen übersetzen: "das ist nicht so mein herbst!"


in diesem sinne:
das leben ist dunkel, aber es leuchtet manchmal.
6.1.10 13:35


back to basics, partie deux.



isn't it funny how time flies by?
8. dezember 2006, irgendwo in deutschland.
(christinaaguileraisagoddess!)









5.1.10 18:12


back to basics.



"und wir stehen mittendrin, knietief in lebendigkeit und was uns am leben hält, sind die schönen dinge zwischen der leere."
(dirk bernemann)

manchmal hilft schreiben, aber heute hilft selbst das nicht.
ausgehende worte, nach denen ich nicht greifen kann und my inspiration has run dry, und was ist eigentlich passiert?, frage ich mich und singe dabei beschämende lieder, so laut ich kann, um mich vor der stille zu schützen, die mich ohrenbetäubend umgibt.
der schnee draußen geht langsam aber sicher in regen über; ich schaue aus wenigen zentimetern beschlagenem fensterglas und weiß, dass der winter alles verändert; und was immer jetzt geschehen sollte, geschieht besser ohne mich. (mit geschlossenen augen sieht man immer noch zu viel.)
nachrichten nach nordamerika schicken, irgendwo, wo es in diesem moment ungefähr acht uhr morgens und bitterkalt ist. aber was bedeutet das schon für mich, wenn ich nicht dort sein kann?
5.1.10 15:59


it's better to burn out than to fade away.



hay en mi corazón, una inquietud.
hoy te veo tan distante.
hay algo que me aleja de tu amor.
de repente tú cambiaste.
hoy insegura estoy,
el estar sin ti sé que me hara sufrir.

no si por qué ha cambiado tu actitud,
ojala que todo sea un error.
no quiero comprobar que te perdí
ni que nuestro amor se acabe.
oigo una voz que se hunde en mí,
que me vuelve a repetir
lo que no quiero oír.


das lied ist so fantastisch, sosososo sehr!
es war verschwunden unter tausend vergessenen liedern, und aufräumen hilft manchmal, (sich) wiederzufinden.
ich tauche gerade in meinen (vergangenen) spanischen zeiten und ich finde, dass es eigentlich eine blöde sprache ist. irgendwieirgendwieirgendwie.
3.1.10 15:34


she's got the kind of look that defies gravity.





(ich bin offensichtlich gut darin, schlechte bilder zu machen, fabelhaft!)

durch den schnee laufen ist fast so, als würde man mit sternen fliegen. und für wenige stunden wird meine stadt zur stadt der unmöglichen zustände; ich laufe mit rotem regenschirm auf unbefahrener straße (absatzschuhe sind bei diesem wetter von geringem vorteil, ich habe es heute ausprobiert), über mir fliegen möwen und ich denke daran, dass die nordsee nicht weit weg von mir ist - ich könnte hinfahren, wenn ich wollte, noch heute abend, könnte einfach weglaufen und nie zurückkehren - aber wir tun es ja doch nie.
dann treffe ich ronja und noémi, und wahrscheinlich spreche ich genauso gut französisch wie noémi deutsch, das ist eine minder gute voraussetzung, und irgendwie seltsam-lustig.
irgendwann sehe ich sebastian ohne stimme, amüsante konversation (aber glücklicherweise "gibt es ja noch icq", jedenfalls auf seinem computer).
und dann lerne ich nützliches wissen von meinem vater; dass das bauen einer schneefrau länger dauert als das eines schneemannes, "weil man bei der frau ja erst noch den kopf aushöhlen muss!", danke für so viel guten humor.
2.1.10 19:48


ein anderer ort, um vom wahnsinn zu reden.



all is quiet on new year's day,
a world in white gets underway.


ich habe eine abneigung gegen silvesterabende, aber gestern war ein guter abend, glaube ich.
durch den schnee laufen, schneeflocken und die anzahl meiner gedanken zählen und irgendwo essen und lachen, aber nicht zu viel (vom letzteren). und dann irgendwas trinken und don't bother, i'll be fine (dreitausendmal), nach (un)bedeutsamen zweitausendneunmomenten künstliches licht am farbdurchtränkten himmel - guten morgen, neues jahr.
irgendwann in einem seltsamen zustand über die bedeutung von zweitausendzehn nachdenken, und wie kann es sein, dass die schönen dinge so schnell vorübergehen? die augen schließen und sich irgendwo in melancholischer euphorie befinden; in sechs monaten fliege ich wieder nach london. lächeln.
1.1.10 18:20


leave it all behind and face the truth.



gestern war eindeutig der letzte schöne tag des jahres.
ich war in münster und ich glaube, dass ich um diese jahreszeit noch niemals so viele menschen in einer stadt gesehen habe, auf jeden fall in keiner deutschen.
ich besitze nun einen überaus schönen rock und sowas wie eine jacke in schwarz mit goldenen knöpfen (ich bin leider an dem versuch gescheitert, bilder davon im internet zu finden, also werde ich selbst welche machen (müssen), vielleicht, vielleicht irgendwann).
und dann zwischen hunderten menschen an der kasse im h&m stehen und jemanden besonderen treffen, ganz zufällig; lächeln und an zufälle glauben (oder vielleicht nur an überraschungen), und eigentlich alles ziemlich okay finden, weil alles irgendwie ziemlich okay ist.
(starbucks macht noch immer den besten kaffee und zara-verkäufer sind eingebildet und ungeschickt.)

just remember in the winter
far beneath the bitter snows
lies the seed that with the sun's love
in the spring becomes the rose.
30.12.09 17:57


can music save your mortal soul?





heute habe ich mit meinem vater dieses museum angesehen und ich finde, dass es sehr gut war.

es ist ziemlich kalt draußen, und wenn es kalt ist, dann entstehen gespräche wie diese:
julia: "beeil dich, mir ist kalt, ich hab' nur 'ne strumpfhose an!"
papa: "hm, ich hab' keine strumpfhose an und mir ist nicht kalt. zieh doch nächstes mal einfach keine strumpfhose an, dann ist dir auch warm!"
interessante theorie, oh ja.
27.12.09 20:16


das leben ist ungerecht, aber normal verteilt.



irgendwann bis nachts um drei eckard von hirschhausen zuhören und manchmal mitsprechen, manchmal ein bisschen lächeln.
er ist so gut und ich kann jedes seiner programme auswendig, kann ich wirklich.

"embryologie, faszinierend - wie wir alle entstehen. eine eizelle, die befruchtet wird, dann wird die groß, wird ein ball, wird flach und dann wölbt die sich in sich und formt so ein rohr. und dieses rohr ist die grundlage unseres lebens, das ist das darmrohr, das wird immer länger, verwindet sich, stülpt sich von innen aus, aber im prinzip ist alles, auf was wir so stolz sind - arme, beine, kopf - eine ausstülpung von innen aus dem darm.
ich erzähle ihnen das, weil mir das immer wieder hilft, in bestimmten situationen anderen menschen sehr viel toleranter zu begegnen."


ich fahre jetzt nach gronau und bin irgendwann zurück. au revoir!
27.12.09 12:31


the river that drowns the tender reed.






(mein dritter sinnloser eintrag heute über sternstunden der bedeutungslosigkeit.)

heute habe ich irgendwo in nordrhein-westfalen den zweiten weihnachtstag verbracht und "gefeiert", was von dieser feiertagskette noch übrig geblieben ist.
ich weiß nicht, wie hoch die wahrscheinlichkeit ist, dass ich mich mit jedem dieser einträge auf befremdliche weise lächerlicher mache, aber ich habe so viel zu sagen und bin zu müde, um zu reden. ich schlafe nicht, ich lache nicht, verbringe keine einzige nacht zu hause und bin auf sehr seltsame art allein (oder es kommt mir nur so vor).
ich weiß nicht, warum, aber die welt dreht sich im augenblick so viel schneller und ich glaube nicht, dass ich das in angemessener geschwindigkeit verstehen kann; genau genommen verstehe ich nur noch sehr wenig von sehr vielem.

ich weiß nicht, wie viele lieder es gibt, die ich gerne höre, aber sollte ich jetzt das schönste nennen, dann wäre es "the rose" von bette midler. ich höre es den ganzen tag lang und ich kann nicht fassen, wie schön es ist.

morgen werde ich mit meinem papa in ein museum fahren, das wir uns schon so lange gemeinsam ansehen wollten. am dienstag fahre ich nach münster, am mittwoch nach hamburg, und ich würde gern so viel weiter weg fahren, wenn ich könnte. ich befinde mich auf permanenter suche, bin rastlos und komme niemals an. nie.
26.12.09 21:11


sanfter regen regnet leise.



herzchen an beschlagene scheiben malen und frieren unter fünfundvierzig grad warmen wasser, gedanken abstellen und träume von der haut spülen (lassen).
worte regnen auf mich hinunter, und ich kann nichts dafür, sie berühren sich, verschmelzen und übrig bleiben dubiose phrasen, willkommen in meinem verstand.
klimpern am weinglas von letzter nacht, rosarote lippenstiftfragmente (rot ist die farbe großer gefühle).

(und) ich bin der regen, du das meer,
sanfter regen zieht im wasser große kreise.
26.12.09 13:34


all this talk of getting old.



the verve hören und still sein, alles ist still und diese stille ist nervenzerreissend und so trostlos wie weihnachten zweitausendneun. weihnachten boykottieren oder wenigstens mit sinn füllen; und was ist schon sinnvoll, frage ich, niemand spricht und die sprache wurde ausgetauscht durch nichtssehende blicke in luftleeren räumen.
alles ist so erdrückend, dass mir die tränen kommen, und das einzig gute an dunkelheit ist, dass sie die eigenschaft hat, dunkel zu sein.

(undichweißnichtwerichbin)
26.12.09 11:33


have yourself a merry little christmas now.



 although it's been said many times, many ways:
merry christmas to you!

 


24.12.09 15:10


el hombre.



"es ist ein seltsamer mut, den du mir gibst, alter stern:
leuchtest allein bei sonnenaufgang, zu dem du nichts beiträgst."

den tag heute werde ich mehr oder weniger zu hause verbringen und darauf hoffen, dass die bescheuerten weihnachtsfeiertage endlich vorüber gehen.
ich hasse weihnachten. weihnachten ist aufgesetzte harmonie und pseudofreundlichkeit und dummes "ein paar kerzen und zweistündige kirchenbesuche machen alles wieder gut"-getue.
ich weiß, ich bin sehr kritisch, aber ich kann mit weihnachten nichts anfangen, genauso wenig wie mit winter und dieser blöden kälte.
23.12.09 13:19


burnt out ends of smoky days.



"manchmal hole ich meinen pass heraus,
sehe mir mein foto an
(nicht sehr gut ect.)

bloß um zu sehen,
ob ich existiere."

heute morgen bin ich zu fuß, mit regenschirm und fünfundvierzig brötchen bewaffnet zur schule gelaufen, in der hoffnung, dass der glatte boden und die schwerkraft es wenigstens einmal gut mit mir meinen.

ich beschäftige mich im augenblick mit der vagen planung meiner ferien und angesichts der tatsache, dass ich für gewöhnlich eigentlich kein großes organisationstalent bin, läuft es ganz gut, glaube ich.
ich bin sehr müde und möchte gern schlafen gehen. wahrscheinlich verbringe ich zu viel zeit mit "pride and prejudice", aber es ist so schön, jane austen schreibt wirklich wunderbar.
ansonsten bin ich heute unglücklicherweise gezwungen, zu hause zu bleiben und beschäftige mich daher schon seit stunden mit irgendwelchen pseudoschönen fotos.
22.12.09 16:43


has the moon lost her memory?



(es ist das schönste lied der welt!)
 
memory, all alone in the moonlight.
i can smile at the old days,
i was beautiful then.
i remember the time i knew what happiness was.
let the memory live again.
 
touch me, it's so easy to leave me
all alone with my memory of my days in the sun.
if you touch me,
you'll understand what happiness is.
look, a new day has begun.
 
 

20.12.09 19:38


her beauty and the moonlight overthrew you.





 
physikalische beobachtungen, gestern um dreizehn uhr einundzwanzig.

mir geht es ein bisschen besser, glaube ich, oder vielleicht fühlt es sich auch nur so an.
der schnee draußen ist wirklich trostlos und ich würde ihn gerne vom fallen abhalten, wenn ich könnte. und alles, was ich tun kann, ist spuren auf ihm zu hinterlassen, die früher oder später verschwinden, als wären sie nie da gewesen.

annkristin, irgendwann diese woche: "ich hab' gestern 'wok' gelesen!"
julia: "was hast du gelesen?!"
annkristin: " 'wok', das ist total cool!"
julia: "hm, kenn' ich gar nicht. ich dachte immer, mit einem wok kocht man?!"
ronja: "julia, annkristin meint die 'vogue'!"
20.12.09 13:01


und du lächelst nur.



wenn du lachst, ist mir egal was kommt,
dann ist alles andere -
wenn du lachst,
dann ist mir alles andere egal, so egal.
19.12.09 13:00


tears and rain.



"the time that it takes is long,
and the hurt that it makes is strong.
and those eyes that you see are so young,
they're so young."
 
ich bete aus prinzip nicht, aber ich habe mir geschworen, drei kreuzzeichen zu machen, falls ich diese woche überleben sollte.
das besprechen einer matheklausur ist zeitverschwendung für den lehrer und traurige resignation für mich - aber was bedeuten denn schon ein paar hingeschriebene zahlen?

was mich diese woche gelehrt hat: ich bin hoffnungslos sensibel. ich nehme mir alles zu herzen, denke zu viel, interpretiere, analysiere, verstehe alles und nichts (und das vor allem falsch).
und wenn man es nicht mehr aushält, gibt es nur zwei dinge, die man tun kann: ein- und ausatmen. oder weinen. und ich weine dreitausend tränen und bin genauso tränenschwer wie zuvor.
 
"home is where the heart is
but i don't see any heart left in you
and couldn't be, not really,
not after what you've been through.
so, what's left? what does the world see?
you're just a piece of dirt where a heart used to be."

18.12.09 21:44


a poet can survive everything but a misprint.



"life is never fair.
and perhaps it is a good thing for most of us that it is not."
 
(oscar wilde war ein kluger mann.)
 
 
ich habe gar keine lust. draußen schneit es noch immer (oder schon wieder), und das ist wahrscheinlich das einzige, was mich daran erinnert, dass es tatsächlich schon dezember ist.

dialoge am dienstagmorgen:
thema der englischstunde: eine im text beschriebene schulklasse charakterisieren.
annkristin: "hä, was heißt denn 'asozial'?"
julia: "so asozial sind die doch gar nicht!"
annkristin: hm, okay. aber wie wird nochmal 'leise' geschrieben?"
julia: " 'l-e-i-s-e'?!"
annkristin: "oh man, auf englisch natürlich!"

frühstückstischdialoge am mittwochmorgen.
ich erzähle meiner mutter die annkristin-geschichte vom vorigen tag.
mama: "hä, aber was heißt denn dann 'leise' auf englisch?!"
julia: "quiet?!"
mama: "ach ja , stimmt! stop quiet, please!"
julia: "hä, und was soll das jetzt heißen?"
mama: "och, weiß ich auch nicht!"
17.12.09 17:31


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